NXTLVL Redaktion
- April 16, 2021
- | 2:08 p.m.
- | Online Marketing
Influencer: Der “Fit” wichtiger als die Followeranzahl
Sucht man bei Google nach „Instagram Follower“, findet man zahlreiche Seite, die einem suggerieren, dass eine hohe Followerzahl der Schlüssel zum Erfolg ist. Zudem stößt man auch unzählige Anbieter, die viele Follower für wenig Geld versprechen. Also schnell die 100.000 knacken und los geht‘s mit dem Influencer Leben!
Kommt es also besonders auf die Anzahl der Follower an? Solltest du dich bei deiner nächsten Kampagne auf Influencer mit besonders großer Reichweite stützen?
Nicht immer! Mit den Influencern ist es wie in der Liebe! Es kommt auf die inneren Werte an! Damit ist die Zielgruppe und ihre Engagement gemeint. Nicht Zahl auf dem Konto!
Follower = Käufer?
Einen Influencer mit 200.000 Follower suchen, Kontakt aufnehmen, Kampagne aufsetzen! Fantastisch! Jetzt sehen alle Follower deine Produkte, kaufen dein Lager leer, du machst Millionen und kannst dich zurücklehnen!
Leider nein!
Why not? Das ist ganz einfach! Die Anzahl der Follower ist nicht gleich zu setzen mit der Anzahl der Käufer! Follow4follow is nicht followforbuy!
Dass ein Influencer super viele Follower hat, heißt noch lange nicht, dass du sie die zukünftigen Käufer deiner Produkte sind. Damit du durch die Follower der Influencer und Blogger Käufe generierst, kommt es auf mehr an, als nur die Anzahl der Follower.
Da aber jede Influencer Kampagne eine andere Strategie hat, unterscheiden sich hier natürlich auch die Ziele. Jeder möchte mit seiner Social Media Kampagne etwas anderes erreichen. Manche haben die Strategie neue Follower zu generieren. Andere wollen durch eine große Reichweite als Marke wahrgenommen und Brand Awareness schaffen. Manch andere wollen aber ihre Conversion Rate erhöhen. Dafür setzt du dir feste Ziele und KPIs, die für dein Projekt relevant sind und zu deiner Unternehmensstrategie passen. Als Startup mit Investoren in der Wachstumsphase bist du beispielsweise weniger auf einen ROI fokussiert, als Marken, die keine Investoren haben.
Entscheidend ist am Ende die Zielgruppe
Suche dir deine Influencer nach der Zielgruppe Ihrer Follower aus. Die sollten zu deinem Produkt passen. Dafür musst du als erstes wissen wer deine Zielgruppe ist. Und bitte komm nicht mit der Aussage: Meine Zielgruppe sind alle, die sich meine Produkte leisten können. Das ist wirklich Bulls***. Falls du das noch nicht weißt, dann haben wir eh ein anderes Problem. Aber kein Theme auch hier können wir dir helfen.
Also check bitte die Follower deiner Influencer ab, bevor du Kooperationen eingehst. Es kann eventuell sinnvoll sein, einen Influencer mit weniger Reichweite dafür aber einer präzisen Zielgruppe zu nehmen. Vielleicht Mummies, die vegan leben oder Sportler, die viel reisen. Achte darauf, dass der Influencer auch für die Produkte steht, die du mit ihm vermarkten willst.
Häufig findet man leere / Fake Follower dabei. Besonders wenn es sich um eine hohe Followeranzahl beim Influencer handelt. Lasse auch niemals die Engagement Rate außer Acht. Eine hohe Engagement Rate ist mega wichtig, denn sie zeigt dir wie interaktiv der Influencer mit seinen Audience ist und wie viele Follower sich die Stories/ Postings anschauen. Je höher die Anzahl der Follower desto schwieriger wird es für den Influencer täglich auf den Content, Kommentare, Shares und Likes seiner Abonnenten zu reagieren und mit ihnen zu interagieren.
Zerstreuung der Zielgruppe
Alright du Experte! Jetzt hast du schon einige Punkte abgearbeitet:
- Hohe Engagemant Rate
- Hohe Interaktion mit den Followern
- und der Fit deiner Marke zur Zielgruppe
Jetzt kommen wir zur Location! Bitte achte darauf, ob dein Influencer regional, national oder international tätig ist. Es macht natürlich wenig Sinn für ein Cafe in Köln einen Influencer zu beauftragen, dessen Follower aus ganz Deutschland kommen. Kommt der Influencer wiederum aus Köln und hat eine starke Bindung zu seiner Stadt, dann Jackpot!
Lass dich nicht von einer zu hohen Followerzahl beeindrucken, sondern lege mehr Wert auf die Interaktion mit der Community, ob der Influencer tatsächlich zu deiner Marke, deinem Produkt passt und wer genau hinter den Followern steckt. Frag nach demografische Daten und achte darauf, dass die Infos aktuell und maximal NICHT älter als 6 Monate, sind.
Noch ein Tipp! Ein guter Influencer geht nicht einfach so eine Kooperation ein und versteckt vor allem seine Insights nicht. Drucksen deine Influencer bei der Offenlegung Ihrer Insights, solltest du dir die Kooperation ganz schnell anders überlegen.
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